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Verteidigungsministerium

Stadtbild

Das Gebäude wurde 1885 nach dem Projekt des tschechischen Architekten Antonin Kolar erbaut, der vom Stadtrat zum Stadtarchitekten von Sofia ernannt wurde. Ursprünglich war es zweigeschossig, wurde aber zwischen 1939 und 1945 vom Architekturbüro „Vasilov-Tsolov“ nach einem Projekt der Architekten Ivan Vassilov und Dimitar Tsolov weitgehend umgebaut. Ein bedeutender Teil der Möbel aus dem Jahr 1939 ist im Gebäude erhalten geblieben. Die Holzvertäfelungen, Parkettböden und Kronleuchter sowie die originalen Perserteppiche, die 1939 im Iran in Auftrag gegeben wurden, sind noch heute zu sehen. In ihrer ursprünglichen Form erhalten sind der große ovale Tisch und die geschnitzten Holzstühle im Schwertersaal, wo bis zum Zweiten Weltkrieg Militärräte abgehalten wurden. Heute ist dies der offizielle Ort, an dem der Verteidigungsminister vor hochrangigen Gästen und Delegationen spricht.

Die Außendekoration des Gebäudes ist ein Werk des berühmten Bildhauers Ljuben Dimitrow. An den Ecken der Fassade sind die Abbilder großer bulgarischer Herrscher eingraviert – Khan Asparuch, Khan Krum, Khan Omurtag, Fürst Boris, die Zaren Simeon, Samuil, Kalojan und Iwan Assen II. Die Innenausstattung stammt von dem Ukrainer Mychajlo Paraschtschuk, einem der bedeutendsten Bildhauer Europas, der in Bulgarien wirkte und lebte. Der zentrale Eingang ist mit einem dekorativen Gitter verziert. Eine ähnliche Dekoration findet sich nur an einem anderen Ort in Bulgarien – am Eingang der BNB, der ebenfalls von ihm stammt. Zwei imposante Buntglasfenster von Prof. Georgi Atanasow schaffen eine einzigartige Atmosphäre in der Militärabteilung. Im zentralen Foyer befindet sich ein eindrucksvolles Buntglasfenster zum Thema „Der bulgarische Krieger im Wandel der Zeit“.

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