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Halle „Bulgarien“

Kunst & Kultur

Der „Bulgaria“-Saal in Sofia blickt auf eine reiche Geschichte zurück und spielt eine bedeutende Rolle in der bulgarischen Kulturszene. Hier einige wichtige Eckdaten seiner Entwicklung:

1. Entstehung und Planung (1931): Die Idee für den Saal stammte von der staatlichen genossenschaftlichen Sparkasse „Bulgaria“, die einen kompletten Komplex mit Hotel vorsah. 1931 fand ein Architekturwettbewerb statt, den die Architekten Stancho Belkovski und Ivan Danchov für Entwurf und Umsetzung des Projekts gewannen.

2. Bau (1935–1937): Der Bau begann im Frühjahr 1935 mit den Gebäuden an der Seite der „G. Benkovski“-Straße, einschließlich des „Bulgaria“-Saals. Der gesamte Komplex, angrenzend an den Palast am Boulevard „Zar Osvoboditel“, wurde im Herbst 1937 fertiggestellt.

3. Eröffnung (9. Oktober 1937): Die Eröffnung des Komplexes wurde mit einem Konzert des Akademischen Symphonieorchesters unter der Leitung von Zanko Zankow gefeiert. Zu den Solisten gehörten der französische Organist Joseph Bonnet sowie die Pianisten Dimitar Nenov und Luba Encheva.

4. Ursprüngliche Struktur: Der Saal „Bulgarien“ bot ursprünglich eine großzügige Kapazität von 1.470 Sitzplätzen, einschließlich Erdgeschoss, zwei Balkonen und Logen. Die Bühne war für ein 100-köpfiges Orchester und einen 200-köpfigen Chor ausgelegt. Der Saal verfügte über eine Sauer-Orgel aus Frankfurt (Oder).

5. Zerstörung und Restaurierung (1944–1949): Der Saal wurde bei einem Bombenangriff am 24. Mai 1944 beschädigt, wobei der Saal, die Orgel und zwei Flügel zerstört wurden. Es folgten Wiederaufbauarbeiten, und 1949 wurde der Saal restauriert und beherbergte Aufführungen des Königlichen Militärsinfonieorchesters.

6. Heutige Rolle: Heute ist der „Bulgaria“-Saal ein bedeutendes Zentrum für Bühnenauftritte bulgarischer und internationaler Künstler und Musikensembles. Er beherbergt eine Vielzahl von Veranstaltungen, darunter Konzerte, Wettbewerbe, Tonaufnahmen, Rezensionen, Festivals, Vorträge und mehr.

7. Renovierung (2010/2011): Zum Ende der Saison 2010/2011 wurde ein umfangreiches Renovierungsprojekt für den Konzertkomplex „Bulgaria“ durchgeführt. Die Renovierung wurde im Rahmen des „Operationellen Regionalentwicklungsprogramms 2007–2013“ finanziert, wobei das Kulturministerium der Begünstigte war.

Der „Bulgaria“-Saal ist nach wie vor eine wichtige Kulturinstitution und trägt zum musikalischen und künstlerischen Erbe Bulgariens bei.

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