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Die alte Festung Serdika

Historische Stätten

Die Überreste der antiken Festung Serdika sind in der unterirdischen Passage zwischen Präsidialamt und Ministerrat im Zentrum Sofias ausgestellt. Die Restaurierung und Ausstellung des Osttors der Festung erfolgte zwischen 1997 und 1999.

Die im 2. Jahrtausend v. Chr. vom thrakischen Stamm der Serdi gegründete Stadt Serdika, auch Serdnopolis genannt, entstand in der Nähe warmer Mineralquellen. Im 4. Jahrhundert n. Chr. erkannten die Römer die strategische Bedeutung und die Mineralquellen und eroberten die Stadt. Kaiser Marcus Ulpius Trajan ehrte die Stadt während seiner Herrschaft (98–117), indem er sie Ulpia Serdica nannte und sie zum Verwaltungszentrum ernannte.

Serdika hatte einen besonderen Platz im Herzen des römischen Kaisers Konstantin des Großen (306–337), der den berühmten Ausspruch sprach: „Serdika ist mein Rom.“ Die Entscheidung, die Hauptstadt des Oströmischen Reiches nach Konstantinopel zu verlegen, fiel in Serdika, und bis zu ihrer Fertigstellung regierte Konstantin von dort aus. Um 175 n. Chr., während der Herrschaft der Kaiser Marcus Aurelius und Commodus, befestigte sich Serdika mit einer Stadtmauer mit vier Toren und Wachtürmen in den Himmelsrichtungen. Eine zweite äußere Festungsmauer wurde im 5./6. Jahrhundert hinzugefügt.

Die gepflasterten Hauptstraßen der Stadt, die zum Forum unter dem heutigen Platz „Sveta Nedelya“ führten, spiegelten die fortschrittliche Stadtplanung Serdikas wider. Im Bereich der U-Bahn-Station „Serdika“ befanden sich einst opulente Villen mit Kanalisation, Wasserversorgung und gepflasterten Straßen. Römische Verwaltungsgebäude befanden sich im südwestlichen Teil der Festung. Archäologische Ausgrabungen rund um das Westtor brachten Überreste von Wohn- und öffentlichen Gebäuden sowie Keramik und andere Artefakte zutage. 1976 wurde der zentrale historische Kern von Sofia, der das antike Serdika und das mittelalterliche Sredets umfasst, durch Veröffentlichung in Ausgabe 47 des Staatsanzeigers als historisch-archäologisches Reservat anerkannt.

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