Das Denkmal für Prof. Emanuil Ivanov steht stolz vor der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Sofia. Obwohl sich die Fakultät zu seiner Zeit an einem anderen Ort befand, symbolisiert dieser Ort heute das fortwährende Erbe seines Werkes, während neue Generationen unter seinem wachsamen Blick in die Welt der Wissenschaft eintauchen. Die von Vanyo Kolev geschaffene Figur von Prof. Ivanov sitzt auf einem Granitsockel, seine Haltung ist erhaben und würdevoll. Er ist in kontemplativer Pose dargestellt, in einem antiken Sessel sitzend, ein Buch am Herzen – ein Zeugnis seines lebenslangen Engagements für Wissenschaft und Kultur.
Prof. Emmanuel Ivanov war eine Koryphäe der bulgarischen Mathematik und Pädagogik. Geboren am 30. Januar 1858 in Swischtow, schlug er verschiedene berufliche Wege ein, bevor er seine wahre Leidenschaft entdeckte. Nach seiner Ausbildung am Polytechnikum in München wurde er später für seine Lehrtätigkeit am Gymnasium in Lom bekannt. Sein Engagement für Bildung führte dazu, dass er sich für gut ausgebildete Lehrkräfte einsetzte und schließlich zur Gründung der ersten Hochschule in Bulgarien beitrug, die später als Universität Sofia bekannt wurde.
Ivanovs Mitgliedschaft in der Bulgarischen Buchgesellschaft (BAS) und seine akademischen Beschäftigungen mit Zahlentheorie und mathematischer Methodik prägten sein wissenschaftliches Erbe. Seine Studien befassten sich mit hyperkomplexen Zahlen, insbesondere den faszinierenden Rationen, die durch vier Einheiten charakterisiert sind. Nach seiner Pensionierung im Jahr 1923 verbrachte Ivanov seine verbleibenden Jahre in Kjustendil, wo er am 24. Juli 1925 verstarb. Heute ziert sein Name das Naturwissenschaftlich-Mathematische Gymnasium in Kjustendil.
Die Enthüllung seines Denkmals am 12. Mai 2008 gedachte seines 150. Geburtstags, eine Ehrung, die auf Initiative des Akademiemitglieds Borislav Boyanov angestoßen wurde.
