Das Denkmal für den berühmten bulgarischen Dichter Hristo Smirnenski thront stolz auf dem Evlogi-Georgiev-Boulevard gegenüber der Sofiaer Hochschule für Bauwesen, Architektur und Geodäsie, benannt nach „Hristo Botev“. Das Denkmal wurde von dem angesehenen bulgarischen Künstler Prof. Marko Markov geschaffen, der für die Schlichtheit, Stabilität und klaren Proportionen seiner Werke bekannt ist, und ist eine Hommage an das literarische Erbe Smirnenskis. Zu Markovs Werken gehören weitere bedeutende Werke wie die Denkmäler des Heiligen Patriarchen Euthymius und Alexander Stamboliyski in Sofia sowie mehrere militärische Denkmäler in der Provinz.
Hristo Dimitrov Izmirliev (Smirnenski) wurde 1898 in Kukush geboren. Seine Familie erlebte den turbulenten Balkankrieg 1912 und den darauffolgenden Alliierten Krieg 1913, was sie dazu veranlasste, in Sofia ein neues Leben zu suchen. Hristo besuchte die Technische Schule und trat damit in die Fußstapfen seines Bruders Toma. Schon in bemerkenswert jungen Jahren begann er, Beiträge für verschiedene humorvolle Publikationen wie „K’vo da e“, „Bulgaran“ und andere zu verfassen und erlangte rasch Popularität. 1917 legte er sich das Pseudonym Smirnenski zu, ein Name, der sich für immer in die bulgarische Literatur einprägte.
Smirnenski prägte die bulgarische Literatur als produktiver Schriftsteller, der seinen Unmut über gesellschaftliche Ungerechtigkeiten in seinen Gedichten zum Ausdruck brachte, nachhaltig. Seine Zyklen „Winterabende“ und „Kinder der Stadt“, geprägt von seiner mitfühlenden Darstellung der Schwachen und Verlassenen, finden großen Anklang. Ideologisch tiefgründige Gedichte wie „Die roten Schwadronen“ und „Der Vesuvaufstand“ veranschaulichen seine Überzeugungen. Auch heute noch ist sein Werk „Geschichte der Leiter“, das Bestechlichkeit und Egoismus kritisiert, aktuell und löst anhaltende öffentliche Diskussionen aus.
