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Denkmal für Georgi Markow

Denkmäler

Die monumentale, zwei Meter hohe Statue auf dem Journalistenplatz ist ein Werk des Bildhauers Danko Dankov. Die Idee zu dieser Statue geht auf das Initiativkomitee „Georgi Markov“ zurück, das von Dr. Zhelyu Zhelev, dem Präsidenten von 1990 bis 1997, geleitet und vom regimekritischen Schriftsteller Dimitar Botschew geleitet wurde. Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch die amerikanische Stiftung „St. George Foundation“, die vom politischen Emigranten Dr. Georgi Lazarov gegründet wurde. Der Entwurf des Denkmals wurde vom Bildhauer Danko Dankov umgesetzt.

Georgi Markovs Geschichte ist geprägt von Exil und Widerstand. 1969 verließ er das Land unter dem Vorwand einer Italienreise mit seinem Bruder und ließ sich 1971 in London nieder, wo er seine Karriere als Journalist in der bulgarischen Abteilung der BBC begann. Anschließend erweiterte er sein Engagement durch die Zusammenarbeit mit der DW und den Radiosendern „Freies Europa“. Seine Abwesenheit und seine Weigerung, nach Bulgarien zurückzukehren, führten jedoch zu einer sechsjährigen und sechsmonatigen Haftstrafe, die ihm ein bulgarisches Gericht am 27. Dezember 1972 in Abwesenheit verhängte. Sein Name und seine Werke wurden bis 1989 systematisch aus offiziellen bulgarischen Publikationen und Medien gelöscht.

Während seiner Zeit im Exil widmete sich Markov zwischen 1975 und 1978 der Produktion von „Abwesenheitsberichten“. Diese Berichte, die Skizzen und Analysen des Lebens im sozialistischen Bulgarien enthielten, wurden wöchentlich auf Radio Freies Europa ausgestrahlt. Markovs mutiges und anhaltendes Engagement für journalistische Integrität und seine scharfsinnigen Beobachtungen aus der Ferne verliehen dem Diskurs über die gesellschaftspolitische Landschaft Bulgariens in dieser Zeit eine unverwechselbare Stimme.

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