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Denkmal für Alexander Stamboliyski

Denkmäler

Das Denkmal für Alexander Stambolijski thront stolz vor dem Gebäude der Sofioter Nationaloper und des Balletts in der Nähe des Haupteingangs. Die von Prof. Marko Markov geschaffene Ganzkörperfigur verewigt den großen Agrarführer. Der besondere Standort der Statue ist von historischer Bedeutung. 1921 kaufte der Bulgarische Nationale Agrarverband (BZNS) das Grundstück, auf dem heute das Opernhaus steht, mit der Absicht, dort eine neue Parteizentrale zu errichten. Dieser Plan wurde in den folgenden Jahrzehnten jedoch aus verschiedenen Gründen nicht verwirklicht. Nach den Ereignissen des 9. September 1944 verwandelte der Architekt Lazar Parashkevanov das Gebäude in Parteizentrale und Opernhaus. Der Bau des Opernhauses wurde 1953 abgeschlossen und diente ab 1957 auch als Parteizentrale. Lange Zeit trug das gesamte Gebäude den Namen „Alexander-Stambolijski-Gedenkstätte“. Alexander Stoimenov Stamboliyski, geboren am 1. März 1879 im Dorf Slavovitsa in Pasardschik, interessierte sich schon in jungen Jahren für landwirtschaftliche Ideen. Er nahm am Gründungskongress der Bulgarischen Landwirtschaftsunion teil und studierte in Deutschland Philosophie und Agronomie. Obwohl Tuberkulose ihn daran hinderte, seine Ausbildung abzuschließen, kehrte er nach Bulgarien zurück und stürzte sich in das aktive politische Leben. Stamboliyski spielte eine herausragende Rolle als nationaler Vertreter in mehreren ordentlichen und großen Nationalversammlungen. Seine Führungsrolle im Agrarsektor war im Königreich beispiellos.

Stamboliyski lehnte Bulgariens Beteiligung am Ersten Weltkrieg ab und wurde nach dem Waffenstillstand von Thessaloniki zu einer wichtigen politischen Figur. 1919 diente er als Minister für öffentliche Gebäude, Straßen und öffentliche Arbeiten in der Koalitionsregierung von Theodor Teodorov. Später im selben Jahr, am 6. Oktober, wurde er bulgarischer Ministerpräsident. Während seiner Amtszeit unterzeichnete er am 27. November 1919 das Neue Diktat und zerbrach seine Feder aus Uneinigkeit mit den harten Klauseln der Siegermächte. Stambolijski regierte Bulgarien bis zum 9. Juni 1923, als er durch einen von der Militärunion und dem Volkspakt orchestrierten Putsch gestürzt wurde. Der Agrarpolitiker fand am 14. Juni 1923 ein tragisches Ende, als er in seiner Villa im Dorf Slawowiza von Mitgliedern des Militärgeheimdienstes ermordet wurde.

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