Filip Kutev Tenev (1903–1982) ist ein renommierter bulgarischer Komponist und Dirigent und wurde für die Gründung des größten bulgarischen Folkloreensembles gefeiert, das heute seinen Namen trägt. Geboren am 13. Juni 1903 in Aitos, begann er seine musikalische Laufbahn 1922 mit einem Violinstudium bei Prof. Hans Koch. 1926 schloss er seine Ausbildung an einer Musikschule ab und schloss 1930 sein Studium an der Pädagogischen Fakultät des Konservatoriums ab.
Kutev begann seine Karriere als Kapellmeister, zunächst beim Militärblasorchester des 24. Infanterieregiments in Burgas, wo er Georgi Schagunow nachfolgte. Später leitete er die Kapelle des 6. Infanterieregiments in Sofia. Seine Kompositionen nehmen einen bedeutenden Platz in der bulgarischen Musik ein, darunter Werke wie die „Bulgarische Rhapsodie“, die ursprünglich für Blasorchester geschrieben und später für ein Sinfonieorchester adaptiert wurde.
1940 wurde seine sinfonische Dichtung „Deutsch“ uraufgeführt, gefolgt von der Uraufführung seiner „Ersten Symphonie“ im Jahr 1950. Kutevs Vision, bulgarische Folkloretraditionen in Musik- und Bühnenformen zu transformieren, gipfelte in der Gründung eines professionellen bulgarischen Folkloreensembles, nachdem das russische Ensemble „Pjatnizki“ 1949 durch Bulgarien tourte.
Er ist auch als Gründer des Folklorefestivals „Nachtigallenächte“ in Aitos bekannt. Sein einflussreiches Erbe wird durch Institutionen wie die 1967 gegründete Nationale Schule für Volkskunst „Filip Kutev“ gewürdigt, die in Anerkennung seiner immensen Beiträge zur bulgarischen Folklore seinen Namen trägt.
