Krasno Selo

Stadtviertel

„Krasno Selo“ ist ein Stadtteil im Südwesten von Sofia, Bulgarien, der das Gebiet „Krasno Selo“ innerhalb der Stadtverwaltung von Sofia umfasst. Das Viertel wird vom markanten Boulevard „Zar Boris III.“ (früher bekannt als „Neunter September“) in Nord-Süd-Richtung durchschnitten, während der Boulevard „Gotse Delchev“ (früher „Emil Markov“) als weitere Hauptverkehrsader in Ost-West-Richtung dient.

„Krasno Selo“ liegt am Fluss Bojanska und bietet mehrere bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten, darunter die gleichnamige Markthalle, den Genossenschaftsmarkt Krasno Selo, das Hauptquartier des Nationalen Geheimdienstes, die Straßenbahnfabrik und die Balkanton-Aufnahmestudios.

Geschichtlich nimmt „Krasno Selo“ eine bedeutende Stellung ein, die auf die Besiedlungsbemühungen Ende des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Ursprünglich war es die Idee von Dimitar N. Gergov, einem Überlebenden des Aprilaufstands, der sich um 1898 dort niederließ. Mit der Eröffnung der Straßenbahnlinie Sofia–Knyazevo im Jahr 1900 erlebte die Region einen Bevölkerungsschub, der neue Siedler anzog und 1903 auf Vorschlag von Ivan Vazov zu der offiziellen Benennung „Krasno Selo“ führte.

Während und nach dem Balkankrieg wurde „Krasno Selo“ zu einem Zufluchtsort für Hunderte von Flüchtlingsfamilien, die in größeren bulgarischen Städten Schutz suchten. Die rasante Urbanisierung und Entwicklung setzte sich fort, bis es 1951 Teil von Sofia wurde. Es zeigt eine Mischung aus älteren monolithischen Bauten und moderneren Strukturen, die nach den 1970er Jahren errichtet wurden.

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