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Chelopechene

Stadtviertel

„Chelopechene“ ist ein unverwechselbarer Stadtteil von Sofia, eingebettet in die Region „Kremikovtsi“, etwa 12 km nordöstlich des Stadtzentrums, jenseits der Ringstraße.

Legende und Geschichte verflechten sich und liefern zwei fesselnde Erzählungen zur Etymologie des Namens Chelopechene. Eine Legende besagt, dass das Viertel seinen Namen seiner sonnendurchfluteten Lage verdankt, die das Gebiet ständig ins Sonnenlicht taucht. Eine andere Geschichte geht auf den Russisch-Türkischen Befreiungskrieg zurück, als während des türkischen Rückzugs ein Brand den östlichen Teil des Dorfes verwüstete und die gesamte Siedlung dem Erdboden gleichmachte. Inmitten dieser Feuersbrunst wurde auch die Stirn eines Menschen versengt, was zu der Bezeichnung Chelopechene führte.

Seit 1978 ist Chelopechene ein integraler Stadtteil von Sofia und hatte am 15. September 2011 1720 Einwohner (Stand: 15. September 2011).

Ein bemerkenswertes Wahrzeichen ist die Kirche „Auferstehung Christi“ mit einer kunstvoll gearbeiteten Ikonostase von Debar-Handwerkern der Familie Filipov. Die Ikonen in der Kirche tragen die unverwechselbare Handschrift des Strumica-Malers Grigori Petsanov. Eine besondere Ikone der Heiligen Mutter Gottes vom 16. März 1879 ist mit einer Signatur versehen, die ihre Entstehung Grigoria, dem mazedonischen Ikonenmaler aus Strumica, und den Stiftern Gior… Petkov, seiner Frau und seinem Kind zuschreibt, die sowohl geistiges als auch körperliches Wohlergehen suchen.

Auch in Chelopechene gab es zahlreiche historische Vorfälle, insbesondere die Ereignisse vom 3. Juli 2008. Um 6:30 Uhr morgens ereigneten sich in Militärlagern des Bezirks mehrere Sprengstoffanschläge, bei denen fast 1.500 Tonnen Munition detonierten. Die heftigen Explosionen hallten in ganz Sofia wider und sorgten für einen erheblichen Aufprall, der noch stundenlang nachhallte.

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