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Dritter bulgarischer Staat (seit 1878)

Staatsgeschichte

Die Gründung des dritten bulgarischen Staates geht auf den 3. März 1878 nach dem Ende des Russisch-Türkischen Krieges in San Stefano zurück. Ursprünglich erstreckte sich das Territorium des neuen Staates vom Schwarzen Meer bis zum Ohridsee und von der Donau bis zur Ägäis und umfasste Gebiete, die überwiegend von Bulgaren bewohnt waren. Die Besorgnis der Großmächte über die Entstehung eines großen Balkanstaates veranlasste den Berliner Kongress jedoch zu einer Neufestlegung der Grenzen. Infolgedessen wurden Mysien und das Sofia-Feld von Bulgarien abgetrennt und als Vasallenfürstentum unter osmanischer Oberhoheit gegründet, bekannt als Fürstentum Bulgarien. Die autonome Region Ostrumelien um Plowdiw verblieb unterdessen im Osmanischen Reich und repräsentierte de facto das heutige Südbulgarien. Auch Mazedonien, Odrin und das Weißmeer-Thrakien blieben unter osmanischer Kontrolle.

Am 6. September 1885 wurde in Plovdiv die Union Ostrumeliens mit dem Fürstentum Bulgarien proklamiert, wodurch die Gebiete unter bulgarischer Verwaltung konsolidiert wurden. Anschließend, am 22. September 1908, erklärte Bulgarien offiziell seine rechtliche Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.

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