Den Anfang der Museumsarbeit in Trojan legte 1924 der Lokalhistoriker und Lehrer Vlasi Iliev Lingorski, Autor der ersten Geschichte der Stadt. Die kleine Museumssammlung im Gemeindezentrum, die auf seine Initiative hin angelegt wurde, befindet sich inmitten der Bücher der Bibliothek. In einem länglichen Schrank mit Glasvitrinen sind Notizbücher der Zunft-Condiki und Chorbaji, Urkunden und Sklaven, Waffen, alte Münzen und zufällig entdeckte archäologische Funde von den römischen Stationen entlang der Trajansstraße und den Festungen des trojanischen Balkans ausgestellt. Später wurde der berühmte trojanische Staatsmann Andrei Shipkovenski Kurator der Museumssammlung, der auch die erste Erfassung der Exponate in einem Inventarbuch vornahm.
1939 beauftragte der Stiftungsrat des Gemeindezentrums Petar Dochev Hadjiev, den Zeichenlehrer am Trojaner Gymnasium, mit der Verwaltung der Sammlung. Mit Hilfe von Schülern der Oberstufe sammelte er Ornamente, Keramik-, Kupfer- und Holzgefäße sowie trojanische Trachten. Aus Platzgründen ist die Sammlung an der Decke des Gemeindezentrums ausgestellt.
Gleichzeitig wurde im „Wassil-Lewski“-Gymnasium eine kleine Sammlung angelegt, die Materialien zum Leben und Werk des Freiheitsapostels ausstellte. 1944 wurde auch im Kloster Trojan eine Sammlung entdeckt, in der auch das Versteck von Wassil Lewski gezeigt wurde.
1933 organisierte die Trojanische Volksbank eine Ausstellung bulgarischen Kunsthandwerks in München. In ihrer Chronik vom 15.12.1933 bemerkte die in Trojan erscheinende Zeitung „Hemus“: „… Die Werke der trojanischen Handwerker machten einen sehr starken Eindruck auf die Deutschen. Die Bankleitung bat darum, eine solche Ausstellung auch in Hamburg und Wien zu organisieren. Im nächsten Frühjahr wird es eine Ausstellung in Mailand geben.“
Im selben Jahr 1933 organisierte die Trojanische Volksbank eine permanente Kunsthandwerksausstellung in der Stadt, die vom berühmten bulgarischen Künstler Alexander Schendow gestaltet wurde. Diese Ausstellung ist der Vorgänger des heutigen Museums für Volkskunst und Handwerk und wurde für ihre Zeit auf modernste Weise gestaltet. Außerdem wurde ein Katalog trojanischen Kunsthandwerks auf hohem künstlerischen Niveau veröffentlicht, der heute als erste Werbepublikation des Museums gilt.
Ende der 1950er Jahre umfasste die Sammlung des Stadtmuseums einen umfangreichen Fundus an Materialien, die größtenteils von trojanischen Meistern des Volkskunsthandwerks stammten. Ihre Anordnung in den Sälen des alten Gemeindehauses entspricht den ethnografischen Merkmalen der Balkan-Behausung.
Im März 1962 fand in Trojan unter der Schirmherrschaft des Instituts für Kunstwissenschaften eine regionale theoretische Konferenz zum Stand und den Perspektiven des Volkskunsthandwerks im Bezirk Loweski statt, die von einer Ausstellung begleitet wurde. Auf dieser Konferenz wurde die Idee zur Gründung eines Museums für Volkskunsthandwerk und angewandte Kunst in Trojan geboren und konkretisiert. 1966, noch vor der Einrichtung der ersten Museumsausstellung im heutigen Gebäude und vor der Gründung der Genossenschaft der Meister des Volkskunsthandwerks – Sofia, entstand die kreative Basis des Museums, bekannt unter dem Namen Atelier der Trojaner Meister, später städtisches Unternehmen „Trojaner Meister“.
Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Meistern verschiedener Handwerke, der das Kunstprogramm des Museums praktisch umsetzt. Das Atelier erzielte durch die Erschließung in- und ausländischer Märkte für seine Produkte (hauptsächlich Kopien und Replikate von Museumsoriginalen) bedeutende wirtschaftliche Erfolge. Am 3. Oktober 1968, anlässlich des 100. Jahrestages der Stadterhebung Trojans, eröffnete der damalige Vorsitzende der BAS, Akademiemitglied Angel Balevski, die neue Ausstellung des Handwerksmuseums. 2008 jährt sich dieses Ereignis zum 40. Mal.
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
NOVEMBER – MÄRZ MONTAG – FREITAG: 9:00 – 17:00 Uhr SAMSTAG: 10:00 – 15:00 Uhr SONNTAG – FEIERTAG
APRIL – OKTOBER MONTAG – SONNTAG: 9:00 – 17:00 Uhr. Einlass bis 16:30/14:30 Uhr.
Eintrittspreise:
Eintritt für Kinder bis 7 Jahre frei. Eintritt für Studenten 3,00 BGN.
Eintritt für Erwachsene 6,00 BGN.
Eintritt für Studenten 2,00 BGN.
Eintritt für Rentner 2,00 BGN.
Eintritt für Besucher mit besonderen Bedürfnissen 1,00 BGN.
Familienticket (Familie mit Kindern) 12,00 BGN.
Gruppen ab 20 Personen – 50 % Ermäßigung auf den Eintrittspreis
Kurzvortrag – 15–20 Min., 5 BGN
Langvortrag – 1,30–2,00 Std., 10 BGN
Fremdsprachiger Vortrag – 20 BGN
Konak:
Erwachsene, Schüler, Studenten, Rentner – 4 BGN
Kontakt:
Adresse: Troyan, 5600, „Vazrazhdane“-Platz 1
Tel.: 067062062, 0888668784, 0878668784 – Direktor
Tel.: 067062063 – Kuratoren
