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Naturschutzgebiet „Srebarna“

100 nationale Touristenattraktionen

Das Reservat liegt an der Hauptroute der Zugvögel zwischen Europa und Afrika – der „Via Pontica“. Über den Ursprung des Namens „Silber“ ranken sich mehrere Legenden. Eine davon handelt von Khan Srebrun, der hier in einer ungleichen Schlacht gegen die Petschenegen starb. Eine zweite erzählt von einem Boot voller Silber, das irgendwo am Ufer vergraben wurde. Höchstwahrscheinlich leitet sich der Name jedoch von der Schönheit des Sees bei Vollmond ab, wenn der Wasserspiegel wie geschmolzenes Silber aussieht.

1880 verbrachte Eduard Hodek einige Tage hier und beschrieb seine Eindrücke in dem Artikel „Die Heimat der Zugvögel“. Dies war die erste wissenschaftliche Veröffentlichung über das Gebiet. Doch der See erlitt auch eine erste Tragödie: Leo von Kalbermatten und seine Männer töteten Tausende von Reihern, weil es damals Mode war, Frauenhüte mit den Federn dieser Vögel zu schmücken. 1890 besuchte der berühmte österreichische Ornithologe Ottomar Reiser Srebarna, der seine Beobachtungen in dem Buch „Materialien zur Ornithofauna des Balkans“ beschrieb.

Der berühmte bulgarische Umweltschützer Alexi Petrow, der 1911 und 1940 hierher kam, schlug ein Jagdverbot im und um den See vor. 1948 wurde der See zum Naturschutzgebiet erklärt, doch ein Jahr später unterbrach ein Deich die Verbindung zur Donau, und der Leidensweg begann, der erst nach drei Jahrzehnten endete. 1983 wurde Srebarna unter der Schirmherrschaft der UNESCO zum Weltkultur- und Naturerbe erklärt.

Heute ist im Naturkundemuseum eine Ausstellung ausgestopfter Reservatsbewohner zu sehen. Dank einer im Sumpf installierten Videokamera können Pelikane vom Museum aus beobachtet werden. Auch viele andere Vögel lassen sich von den Aussichtsplattformen entlang des Ökopfads aus beobachten. Darüber hinaus bietet es dem neugierigen Besucher die Möglichkeit, den großen Pflanzenreichtum von Srebarna zu entdecken – 139 Arten höherer Pflanzen, von denen einige außerhalb des Seegebiets vom Aussterben bedroht sind. Die wichtigsten Pflanzenarten sind Schilf, aber auch Seerosen, Sumpf-Schneeglöckchen und Papyrus wachsen hier.

Auch die Tierwelt des Reservats ist sehr vielfältig. Es gibt 47 Säugetierarten, 27 Reptilien- und Amphibienarten und über 21 Fischarten, darunter Hechte, Karpfen und Rotflossen. Bis 1949 war das Wasser des Sees sauber und durchsichtig und wimmelte sogar von riesigen Welsen.

Die schwimmenden Schilfinseln erreichten große Ausmaße und wurden von der lokalen Bevölkerung „Kotschki“ genannt. Sie wurden nie überflutet und Vögel bevorzugten sie zum Nisten.

Das Reservat war schon immer vor allem für seine Vögel bekannt. Es gibt über 220 Arten: den berühmten Krauskopfpelikan, Kormorane, Reiher, Schwäne, Gänse, Enten und viele andere. Zu den seltenen und gefährdeten Arten zählen der Brillantibis, die Löffelente, der Zwergscharbe, der Rotreiher, die Rotkopfseeschwalbe, die Weißwangenseeschwalbe, der Schwarzhäher, der Schwarzspecht, die Weißbartmeise und viele andere. Auch Otter, Bisamratten, Seekrebse, Schildkröten und Wasserratten leben hier. Seeadler und Fischadler nisten nicht im Reservat, jagen aber. In der Pufferzone kommt der seltene Rotreiher vor, und im Winter halten sich hier die weltweit gefährdete Rothalsgans und die Zwergblässgans sowie etwa 30.000 Vögel vieler anderer Arten auf oder überwintern dort.

Hier sind selbstverständlich alle Aktivitäten verboten, mit Ausnahme von Besuchen zum Sammeln von Saatgut, Wildpflanzen und -tieren für wissenschaftliche Zwecke sowie dem Durchgang von Personen, jedoch nur auf den markierten Wegen, sowie der Durchführung von Instandhaltungs-, Regulierungs- oder Restaurierungsmaßnahmen.
Der berühmte Reisende und Künstler Felix Kanitz war der erste, der die Aufmerksamkeit der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft auf die reiche und vielfältige Flora und Fauna dieser Gegend lenkte. Er äußerte einen berühmten Satz, den man nicht vergessen sollte: „Silber ist das Eldorado der Wasservögel.“
Besuchen Sie die Stätte auf der UNESCO-Welterbeliste.

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten:
vom 1. April bis 30. September: 8:00–17:00 Uhr (jeden Donnerstag ist ein freier Tag)
vom 1. Oktober bis 30. März: 8:00–16:00 Uhr (Samstag und Sonntag: Ruhetag)

Eintrittspreise:
Erwachsene: 5,00 BGN
Studenten, Rentner, Menschen mit Behinderung: 1,00 BGN.
Fotografie: 5,00 BGN.
Vorträge: 6,00 BGN.

Kontakt:
Regionale Umwelt- und Wasserinspektion, Stadt Russe
Telefon: +359 82 820 778

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