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Naturhistorisches Museum, Kotel

100 nationale Touristenattraktionen

Trotz der bekannten Strophe „Der Kessel brennt nicht“ litt die Stadt aufgrund ihrer dichten Bebauung und der Holzhäuser mehrmals unter dem Element Feuer. Der große Brand von 1894 löschte sie fast aus. Das Feuer verschlang Häuser, Kirchen, Gasthäuser, Geschäfte, Schulen und das Gemeindezentrum. Die Archive der Gemeinde, der Zünfte und des Kirchenvorstands brannten aus, die Menschen waren von Trauer erfüllt und viele verließen die Stadt. Nur einzelne Häuser blieben erhalten, wie das von Radil Körpeev, in dem sich heute das Ethnografische Museum befindet. Doch Kotel erholte sich auch von dieser Katastrophe.

Einer Legende zufolge suchten die Bewohner des Dorfes Nowatschka nach einem sichereren Ort zum Leben, fernab der türkischen Invasoren. Ihre Pferde verirrten sich und nach langer Suche fanden sie sie in einer wunderschönen Gegend, die heute als Izvorova Polyana bekannt ist. Es gab reichlich Wasser, die Weiden üppig, und sie beschlossen, sich hier für immer niederzulassen. So entstand Kotel.

Das Naturkundemuseum der Stadt vermittelt einen Eindruck vom Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt in diesem Teil des Balkans. Sein Gründer ist der Naturkundelehrer Wassil Georgiew, der 60 Jahre lang Naturexemplare, Fossilien, Insekten und Fische, Amphibien, Reptilien und Vögel sammelte. 1951 erfüllte sich der Traum dieses Enthusiasten, und eine Kommission der BAS schlug vor, dass seine Sammlungen den Grundstein für das Museum legen sollten.

Alles im Museum ist interessant, doch am längsten verweilen die Besucher vor den Heilpflanzen im Saal „Botanik“, den erstaunlichen versteinerten Organismenresten im Saal „Paläontologie“, den Nashornkäfern, dem ägyptischen heiligen Geweih und dem Hirschgeweih. Hier kann man den größten Schmetterling Bulgariens, das Große Nachtpfauenauge, die gefährdete Mausmaus und die Schlangeneidechse sowie mehrere Schildkrötenarten, Vögel und Säugetiere sehen.

Kaum ein Bulgare kennt die berühmten Kotlen-Teppiche. Die ehemalige Galaterschule, gegenüber dem ausdrucksstarken Denkmal von Peter Beron, dem Autor der Fischfibel, sind wertvolle Exemplare erhalten, die von geschickten Frauenhänden und mit viel Geschmack geschaffen wurden.

Öffnungszeiten:
8:30–17:30 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: 4,00 BGN,
Kinder und Rentner: 2,00 BGN.

Kontakt:
Telefon: 0453/423-55

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