Die Entstehung von Magurata begann vor etwa 15 Millionen Jahren. Sie ist eine der größten Höhlen Bulgariens (die Gesamtlänge der bisher entdeckten Galerien beträgt etwa 2.500 Meter). Die darin enthaltenen Formationen – Stalaktiten, Stalagmiten, Stalagtonen, Sintertaschen und Höhlenperlen – sind beeindruckend. Der „Große Stalagton“ beispielsweise ist 20 Meter hoch und hat an der Basis einen Durchmesser von 4 Metern, und der Stalagmit „Gefallene Kiefer“ ist 11 Meter lang und hat einen Durchmesser von 6 Metern.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit in Magurata stammen aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. und waren bis in die frühe Bronzezeit bewohnt. Im sogenannten Triumphsaal sind im Abstand von 25 Zentimetern in den Boden getriebene Holzpfähle erhalten. Sie waren mit Stäben verflochten und mit Lehm und Stroh verputzt. In jeder Behausung gab es einen Ofen, der nicht nur zum Kochen von Speisen, sondern auch zum Brennen von Keramikgefäßen genutzt wurde. Dies belegen die entdeckten Fragmente von Pfannen, Töpfen und Tassen.
Die Höhle, die von der UNESCO als Naturdenkmal geschützt ist, ähnelt einer unterirdischen Kathedrale und ist eine der beeindruckendsten Touristenattraktionen Osteuropas.
Was sie wirklich einzigartig macht, sind die außergewöhnlich gut erhaltenen antiken Zeichnungen, die nicht nur in Bulgarien ihresgleichen suchen. Ähnliche Zeichnungen wurden nur in Frankreich, Italien und auf der Iberischen Halbinsel gefunden. In Kultszenen werden Frauen größer dargestellt als Männer, da dies die Zeit des Matriarchats war. Die verschiedenen Kompositionen spiegeln den Alltag der Menschen dieser Zeit sowie ihre primitiven Vorstellungen von der Struktur der Welt wider.
Die Bilder stammen aus verschiedenen Epochen und sind unbeschreiblich: tanzende weibliche und männliche Figuren, jagende Männer und maskierte Menschen, die an unverständlichen Ritualen teilnehmen, eine Art „Schachbrett“, eine fantastische Anordnung von Menschen, Tieren, geometrischen Figuren, Bildern von Sonnen und Sternen. Jahrtausende sind vergangen, und die mit Fledermausguano (Mist) geschaffenen Zeichnungen sind noch immer so lebendig. Vielleicht wird Magura deshalb auch als „Achtes Weltwunder“ bezeichnet.
In einer Nische des Sonnensaals sind verschiedene Zeichnungen versteckt, die Fragen aufwerfen, deren endgültige Antwort noch nicht geklärt ist. Am Felshang sind mehrere birnenförmige Körper mit stark verlängerten Armen, langen Hälsen und rautenförmigen Köpfen abgebildet.
Oben befindet sich ein kugelförmiger Körper, der einem Flugobjekt oder Stern ähnelt. Könnten die Höhlenbewohner Außerirdischen begegnet sein, die sie dann vergöttlichten? Diese Hypothese hat Befürworter. Unter den Zeichnungen befindet sich eine weitere merkwürdige Gruppe mehrerer miteinander verbundener Szenen. In der ersten – ein Mann und eine Frau tanzen in charakteristischen Posen – ist die Frau größer und mit erhobenen Händen über dem Kopf, während der Mann skizzenhaft und kleiner ist.
Interessant ist, dass zwischen dieser und der benachbarten Szene auf Kopfhöhe ein Pilz gezeichnet ist. In der nächsten ist der Mann bereits in erotischer Pose, und auf seinem Kopf und dem der Frau befindet sich ein Heiligenschein.
Es wird vermutet, dass die Höhlenbewohner einen Pilz mit psychotroper Wirkung verwendeten, der sie in Trance versetzte. Die Galerie mit den einzigartigen prähistorischen Felsmalereien befindet sich im linken Seitenarm der Höhle, 200 m vom Eingang entfernt. Die konstante Temperatur beträgt 13 Grad. Fledermauskolonien versammeln sich dort, und der Boden ist mit Guano bedeckt.
In der Solarhalle wurde ein Jahreskalender aus der Jungsteinzeit mit Ergänzungen aus der Frühbronzezeit (nach Ansicht einiger Wissenschaftler) mit großer Genauigkeit gezeichnet. Der Kalendereintrag enthält Bezeichnungen für insgesamt 366 Tage (was einem Jahr nach dem Gregorianischen Kalender entspricht).
Öffnungszeiten:
Vom 1. April bis 31. Oktober: 9:30–18:30 Uhr
Erster Einlass des Tages: 10:00 Uhr
Letzter Einlass des Tages: 16:30 Uhr
Einlass in 2 Stunden: 10:00, 12:00, 14:00, 16:00 Uhr
Vom 1. November bis 31. März: 9:30–18:30 Uhr
Erster Einlass des Tages: 10:00 Uhr
Letzter Einlass des Tages: 16:00 Uhr
Einlass in 2 Stunden: 10:00, 12:00, 14:00, 16:00 Uhr TÄGLICH
Eintrittspreise:
Ermäßigtes Ticket: Personen bis 18 Jahre und Rentner: 3,00 BGN
Normales Ticket: Personen über 18 Jahre: 5,00 BGN
Hinweis: Der Eintritt in die Magura-Höhle ist mit einem Führer und zu jeder vollen Stunde obligatorisch.
Der Preis für das Gespräch beträgt 5,00 BGN für die gesamte Gruppe.
Die letzte Gruppe ist um 17:00 Uhr eingelassen.
Kontakt:
Telefon der Kasse: 093296677
