Kloster „St. IV. Rila“

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Das Kloster Tschiprow wurde vor 700 Jahren gegründet. Es stammt aus dem 10. Jahrhundert und war nicht nur während des Ersten Bulgarischen Staates, sondern auch während der byzantinischen, des Zweiten Bulgarischen Staates und der osmanischen Herrschaft ein Zentrum der bulgarischen Literatur. Das Kloster wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut, zuletzt 1876 während des Serbisch-Türkischen Krieges. Nach seiner Wiederherstellung knüpfte das Kloster Kontakte zu russisch-orthodoxen Klöstern und erhielt von Kaiser Paul I. ein Thronevangelium mit kostbaren Silberbeschlägen als Geschenk, das heute im Nationalen Historischen Museum aufbewahrt wird.

1829 wurde die Klosterkirche erbaut, die noch heute im Innenhof des Komplexes zu sehen ist.

Heute sind die meisten Klostergebäude restauriert oder werden rekonstruiert. Nach der Befreiung wurde ein Beinhausturm errichtet. Das Kloster ist ein architekturhistorisches und künstlerisches Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung.

Der Klosterkomplex besteht aus einer Kirche, einem Kloster, einem kleinen Friedhof und einem dreistöckigen Turm – einem Beinhaus im Erdgeschoss, einer Kapelle im ersten Stock und einem Glockenturm im dritten Stock. Der Komplex ist von einer Steinmauer mit drei Eingängen umgeben. Im Zentrum befindet sich die Kirche „St. Ivan Rilski“, einschiffig und dreikonchal mit niedriger Kuppel, ohne Fresken. Die Ikonostase ist geschnitzt und mit Malereien und Vergoldungen verziert; sieben der Ikonen stammen vom Koprivsht-Maler Hristo Enchev.

Der zweistöckige Kreuzgang des Klosters mit zum Innenhof offenen Veranden ist 75 Meter lang. Aufgrund des abschüssigen Geländes wirkt er von außen wie eine imposante Festung, von innen jedoch wie in den Boden gegraben. Zu Ehren der Befreiung wurde die Kapelle „St. Athanasius“ im zweiten Stock eröffnet. Sie verfügt über eine kleine Ikonostase, die aus zwei alten Ikonostasen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und einer neuen aus dem Jahr 1879 zusammengesetzt ist.

Der Turm des Klosters ist ein dreistöckiger Glockenturm. Im Erdgeschoss befinden sich die Gebeine der Teilnehmer des Tschiprow-Aufstands und der Mönche, die während ihrer Teilnahme an der nationalen Befreiungsbewegung ums Leben kamen. Im zweiten Stock des Turms, der über eine konische Außentreppe aus Stein erreichbar ist, wird derzeit eine ehemalige Kapelle restauriert. Der dritte Stock, in dem sich die Klosterglocke befindet, ist über eine Innentreppe erreichbar. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf den Klosterhof und die umliegenden Hügel.

Öffnungszeiten:
Täglich: 8:00–20:00 Uhr.

Kontakt:
Tel.: +359 878 970388

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