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Höhle – Schneewittchenhöhle (Länge: 145 m)

100 nationale Touristenattraktionen

Sie gilt zu Recht als eine der schönsten Höhlen Bulgariens. Die schneeweiße Farbe des feinkörnigen Marmors, den der Fluss Nowomachlenska vor über 3,5 Millionen Jahren durchschnitt und dieses Naturwunder schuf, macht sie einzigartig. Daher stammt auch der Name der Höhle, denn im sogenannten Zaubersaal, zwischen den exquisiten Sinterformationen und Seen, erkennt das faszinierte Auge mühelos die Figur Schneewittchens, den Himmel ihres Bettes und andere Details aus dem beliebten Märchen, als wären sie aus einem bezaubernden schneeweißen Material geschaffen.

In der Höhle befindet sich eine der schönsten Karstformationen Bulgariens. Schilder mit Inschriften wie „Langsam“, „Nicht aufgeben“ und „Halt und Rast“ heben zweifellos die Stimmung.

Es gibt verschiedene Vermutungen über den Namen der nahegelegenen Stadt Peschtera, doch die vorherrschende Meinung ist, dass der Grund für diesen Namen höchstwahrscheinlich die Sneschanka- und die Jubilejna-Höhle sind. Die dort gefundenen Funde lassen die Forscher vermuten, dass die Höhle bereits in der Bronzezeit bewohnt war und die Besiedlung des Höhlentals irgendwann in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. erfolgte. Aus der Zeit der Vermischung der drei ethnischen Gruppen – Thraker, Slawen und Bulgaren – sind zahlreiche Zeugnisse erhalten: Brücken, Straßen- und Festungsreste, Sarkophage, Kultgegenstände, Werkzeuge, Schmuck und Waffen.

Snezhanka ist eine der kleinsten Höhlen Bulgariens, aber reich an Stalaktiten (der größte ist 1,27 Meter lang), Stalagmiten, Stalagtonen und Gewändern. Ihren besonderen Reiz verleihen ihr die fünf Sinterseen, in denen Höhlenperlen zu sehen sind. In der Mitte der Höhle befinden sich runde Feuerstellen, neben denen Gegenstände aus der frühen Eisenzeit und Tierknochen gefunden wurden. Es wird vermutet, dass die Thraker vom Stamm der Besi sie als Zufluchtsort nutzten.

Diese sagenhafte Höhle im Batashka-Gebirge wurde am 3. Januar 1961 zufällig von drei Bergsteigern des Tourismusvereins Kupena, Pestera entdeckt. Sie betraten sie um 9 Uhr morgens und verließen sie erst spät abends wieder, fasziniert von ihrer Schönheit. Im selben Jahr wurde die Höhle auch von Spezialisten der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften untersucht. Einer von ihnen nannte sie „Schneewittchen“. Sie wurde 1968 renoviert und für Touristen geöffnet.

Die Höhle ist entlang ihrer Hauptachse nur 145 Meter lang und umfasst lediglich 3150 Quadratmeter, ist aber äußerst reichhaltig. Einer der interessantesten Säle trägt den faszinierenden Namen „Saal des Euters“, aufgrund der auffallenden Ähnlichkeit der Stalaktitenformen mit Kuheutern.

Im Zaubersaal befinden sich Stalaktiten, die durch Klopfen eine Melodie erzeugen.

Am faszinierendsten ist wohl der „Saal der Bärte“. Von der Decke hängen Reihen dunkelbrauner „Bärte“. Dabei handelt es sich um die mächtigen Wurzeln jahrhundertealter Buchen, die sich durch die Risse der zwei Meter hohen Marmorfelsen bis hierher gegraben haben.

Öffnungszeiten:
1. April bis 30. September: 9:30–17:15 Uhr (kein Ruhetag)
1. Oktober bis 31. März: 9:30–16:00 Uhr (kein Ruhetag)

Kontakt:
Website
Telefon: 0897 44 90 90 – Swetlana Galeva

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