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Höhle „Saeva Dupka“ (400 M)

100 nationale Touristenattraktionen

Der Name der Höhle geht auf die beiden Brüder Saye und Seyu zurück, die sich während ihrer Sklaverei hier vor den Türken versteckten. Der Eingang befindet sich unter einem sechseinhalb Meter hohen Felshang, der mit Farnen und Moosen bewachsen ist. Saeva Dupka ist 400 Meter lang und die ganzjährige Temperatur liegt zwischen 7 und 11 Grad Celsius. Man geht davon aus, dass sie vor etwa 3,5 Millionen Jahren entstand. Sie wurde 1883 erstmals von Professor Zlatarov untersucht, und zehn Jahre später folgten die Brüder Shkorpil seinem Beispiel. 1963 wurde Saeva Dupka zum Naturdenkmal erklärt und 1967 landschaftlich gestaltet. Heute ist sie gesichert und sehr gut beleuchtet. Mit Geschick und Geschmack ist es den Planern und Erbauern gelungen, dies zu erreichen, ohne die ihr innewohnende Romantik und Mystik zu beeinträchtigen. Tierknochen, Keramik und sogar Münzen aus der Zeit des Römischen Reiches wurden darin gefunden.

Die Höhle besteht aus fünf Sälen. Der erste heißt Kupena. Mit einer Länge von 50 Metern und einer Breite von 19 Metern, die in Ost-West-Richtung ausgerichtet ist, weist sie relativ wenige Formationen auf. Ihren Namen verdankt sie dem 3,5 Meter hohen, kaskadenartigen Stalagmiten, der einem Heuhaufen ähnelt.
Der zweite Saal, der „Einsturz“, verdankt seinen Namen den von der Decke herabgefallenen Blöcken, möglicherweise aufgrund eines Erdbebens vor Jahrhunderten. Rechts vom Weg befindet sich der bemerkenswerte Stalagton „Dicke Bertha“, der tatsächlich wie eine große Kanone aussieht. Die kleinen Stalaktiten an der Decke ähneln versteinertem Regen, und an der Südwand des Saals kann ein aufmerksames Auge eine weibliche Figur erkennen, die oft mit der werdenden Mutter des Dichters Dimcho Debelianov verglichen wird. Am westlichen Ende befinden sich die Steinsaiten, die als „Orgel der Höhle“ bezeichnet werden. An der Nordwand sehen wir einen versteinerten Wasserfall, und am westlichsten Ende befindet sich der Stalagmit „Minarett“.

Der dritte Saal heißt Harmana, wahrscheinlich weil er flach und fast kreisförmig ist und 41 mal 40 Meter misst. Der dickste Stalacton der Höhle fällt sofort ins Auge – mit einer Höhe von 4,5 Metern und einem Umfang von 13 Metern. Seine Nordseite glitzerte, als wäre sie mit Reif oder Edelsteinen bestreut. Deshalb wird er auch „Brillant“ genannt.

Die Akustik von Harmana ist bemerkenswert, weshalb hier schon viele Chöre gesungen haben. In diesem Saal sind auch die einzigen „Heliktiten“ Bulgariens zu sehen. Das sind geneigte Stalaktiten. Der Grund dafür ist der ständige Luftstrom, der die Wassertropfen seitlich ablenkt.
Nordwestlich von Harmana befindet sich der Saal des Weißen Schlosses.

Mit etwas Fantasie kann man darin einen versteinerten Elefanten, einen Löwen, einen Adler, den angeketteten Prometheus, Streitkolben, Elefantenohren, Marmorsäulen, Khan Kubrat und seine Frau sowie Baldachine erkennen.

Die beeindruckendste Formation in diesem Saal ist ein riesiger Stalagmit, der einer mittelalterlichen Burg ähnelt. Der letzte Saal heißt Kosmos – aufgrund der Formation, die einer fliegenden Rakete ähnelt. Kunstvoll geformte Stalagmiten erheben sich aus dem Boden. Einer von ihnen sieht tatsächlich aus wie eine Mutter mit einem Kind im Arm, andere erinnern an die Kremlpaläste und wieder andere an die Belogradtschik-Felsen. Auch die Silhouette eines versteinerten Frosches ist zu sehen.

Saeva Dupka ist eine märchenhafte Welt aus Stalaktiten, Stalagmiten und Stalagtonen unterschiedlicher Formen und Größen, bemalt in allen möglichen Farbtönen, was dem schmeichelhaften Namen dieser Höhle – der „Unterirdischen Perle“ Bulgariens – voll und ganz gerecht wird.

Eintrittspreise:
– bis 6 Jahre – frei
– Familienticket ab 2 Jahren – 15 BGN
– Eintritt über 18 Jahre – 10 BGN
– Spenderticket – für BTS-Spender.

Kontakt:
Ausflugsführer – 0888/ 864-187

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