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Historisches Museum, Velingrad

100 nationale Touristenattraktionen

Den meisten Menschen ist Velingrad als Kurort bekannt, einem der beliebtesten des Landes. Und das zu Recht. Doch ein Bild von ihm wäre unvollständig, wenn man nicht auch das historische Museum besuchen würde.

Das 1951 gegründete Museum trug vier Jahrzehnte lang den Namen der 22-jährigen Partisanin Vela Peeva, die im März 1944 Selbstmord beging, um nicht von der Polizei gefasst zu werden. Seit 1991 heißt es einfach nur noch Historisches Museum.

Auch die Siedlung selbst ist nach Vela Peeva benannt. 1948 wurden die drei Dörfer, die beinahe zusammengewachsen wären – Ladzhene, Kamenitsa und Chepino – vereinigt, und so entstand Velingrad.

Die Lage im Chepin-Tal prägt eine außergewöhnliche Fülle und Vielfalt an Mineralwasserquellen. Auch die größte Karstquelle „Kleptuza“ mit einer Fließgeschwindigkeit von 1.200 Litern pro Sekunde entspringt hier.

Dieser wahre Reichtum wird in der Dauerausstellung des Museums „Der Berg – ein gastfreundliches Zuhause“ angemessen präsentiert. Fotos und Steininschriften präsentieren die ältesten noch in Betrieb befindlichen Bäder Bulgariens.

Besucher des Museums erfahren viel über die Geschichte und die einzigartige Folklore dieser seit der Antike besiedelten Gegend. Der Legende nach besiegte hier der mythische Orpheus mit seiner Musik die wilden Tiere und sogar den Wind. Viele Forscher suchen nach dem Dionysius-Tempel, über den der Historiker Herodot Thukydides schrieb.

In den Sammlungen und Ausstellungen des Museums – „Archäologie“, „Ethnographie“, „Wiedergeburt“, „Neue und neueste Geschichte“ und der Abteilung „Kunst“ – sind über 17.000 archäologische Funde, Haushaltsgegenstände, Ikonen, alte Drucke, Fotos, persönliche Gegenstände und Archive berühmter Persönlichkeiten zu sehen. So spiegeln beispielsweise die Exponate das Leben und Werk eines der größten Opernsänger der Welt, des Basses Nikolai Gjaurow, wider. Zu sehen sind Originalkostüme aus seinen bekanntesten Rollen, ein Münzstempel mit seinem in Österreich geprägten Gesicht, Partituren, Schallplatten seiner Auftritte und Fotos.

Ein gebührender Platz in den Ausstellungen wird der Beteiligung der Tschepiner Bevölkerung an den nationalen Befreiungskämpfen und der Renaissance eingeräumt.

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 9:00 bis 17:00 Uhr
Ruhetag: Sonntag

Eintrittspreise:
Erwachsene: 4,00 BGN
Studenten und Rentner: 2,00 BGN
Vortragsgebühr in Bulgarisch, Englisch und Russisch: 10,00 BGN

Kontakt:
Adresse: Velingrad, Vlado Chernozemski Str. Nr. 4
Tel.: +359 359 5 25 91

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