Die Stadt entstand durch ein am 2. September 1947 vom damaligen Premierminister und Vorsitzenden der BKP, Georgi Dimitrow, unterzeichnetes Dekret, mit dem die Dörfer Rakovski, Mariino und Tschernokonjowo zu einer Stadt zusammengelegt wurden. Der Hauptverdienst für ihren Bau gebührt der Jugendbrigadebewegung. Danach entwickelten sich die Chemie- und Zementindustrie, die die Stadt zwar nicht zu einem Bezirkszentrum machen konnte, aber Boden und Luft stark verschmutzte.
Auch wenn sie künstlich geschaffen wurde, existiert diese Stadt. Sie ist ein unwiderruflicher Teil der jüngeren Geschichte Bulgariens und bewahrt Erinnerungen an Dinge, die nicht nur lehrreich, sondern auch eine Quelle des Stolzes für ihre Bewohner sind.
Eines davon ist das Historische Museum, in dem Sie Gegenstände und Fotos aus dem Leben der Menschen in den drei Dörfern, in denen Dimitrovgrad gegründet wurde, sehen können, vom Bau der Baron-Hirsh-Eisenbahn im Jahr 1873 bis hin zur Entwicklung des Bergbaus in dieser Region. Zahlreiche Dokumente, Waffen, Briefe, Fotografien, topografische Karten und Erinnerungen von Zeitzeugen zeugen von der Beteiligung der lokalen Bevölkerung in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
Originaldokumente zur Entstehung der Stadt selbst ziehen die Aufmerksamkeit auf sich: von Beschlüssen, Protokollen und Briefen bis hin zu Bauplänen – nüchterne Zeugnisse, die im Laufe der Jahre viele Historiker, Forscher und Interpreten der Vergangenheit angezogen haben.
Separate Bereiche sind der Landwirtschaft gewidmet, für die die drei Dörfer einst berühmt waren, sowie der Industrie, dem Bildungswesen, der Kultur und dem gesellschaftspolitischen Leben von Dimitrovgrad. Interessante persönliche Archive sind erhalten geblieben, wie die des ehemaligen Bürgermeisters Petar Jordanow und von Pencho Kubadinski – einer bekannten Persönlichkeit der BKP, einem der wichtigsten Anführer der Brigadebewegung. Die meisten Exponate im Museum zeigen Uniformen, Abzeichen, Orden und Medaillen, Zeitungen und Rundschreiben, Fotos und Werkzeuge.
Die 1998 gegründete Abteilung „Ethnographie“ beherbergt eine bedeutende Sammlung traditioneller Kleidung, Arbeitsgeräte und Geschirr, Schmuck und Kirchengeräte.
Öffnungszeiten:
MONTAG – FREITAG: 9:30 – 18:00 Uhr
SAMSTAG UND SONNTAG: 9:00 – 18:00 Uhr
Eintrittspreise:
BESUCHEN SIE EINE EINRICHTUNG:
Erwachsene: 2,00 BGN
Studenten: 1,00 BGN
Rentner: 1,00 BGN
Familien (bis zu 5 Personen): 5,00 BGN
Gespräch: 5,00 BGN
Kontakt:
Adresse: St. Kliment Ohridski Nr. 7
Tel. 0391/66787
