Die Gedenkstätte „Militärfriedhof 1916“ im Dorf Schumentsi ist der größte Militärfriedhof aus den Einigungskriegen auf dem Territorium des Landes.
1913 gelangte die südliche Dobrudscha in die Grenzen des königlich-rumänischen Reiches. Innerhalb von zwei Jahren wurde mit Hilfe französischer und belgischer Militärspezialisten eine beeindruckende Festung mit 15 Forts, Erdbefestigungen und Wolfsgruben errichtet. Sie wurde von einer 39.000 Mann starken Garnison mit 150 Kanonen und Dutzenden von Maschinengewehrstellungen verteidigt. Sie galt als uneinnehmbar, und der kommandierende General Aslan nannte sie „Mein kleines Verdun“. Doch am 5. und 6. September 1916 eroberte die bulgarische Armee unter dem Kommando von General Kiselov sie in einem Schnellangriff in nur 33 Stunden. In der Schlacht um Tutrakan starben über 10.000 Menschen – Bulgaren, Rumänen und Deutsche –, 28.000 rumänische Soldaten gerieten in Gefangenschaft.
Das Denkmal wurde unmittelbar nach der Schlacht errichtet. Sieger und Besiegte wurden in Massen- und Einzelgräbern bestattet. 1922 wurde ein Obelisk errichtet, auf dem noch heute die Worte in bulgarischer, rumänischer, deutscher und türkischer Sprache zu lesen sind: „Ehre und Ruhm denen, die heldenhaft für ihr Vaterland zu sterben wussten.“ Jedes Jahr am ersten Sonntag im September findet eine Nationale Gedenkversammlung zum Gedenken an die Gefallenen von Tutrakan und Dobrudscha statt.
2018 erklärte das Kulturministerium die Gedenkstätte „Militärfriedhof – 1916“ in der Nähe des Dorfes Schumentsi zum historischen, unbeweglichen Kulturgut von nationaler Bedeutung.
