1921 beschloss die rumänische Königin Maria, Baltschik zu besuchen. Sie war fasziniert von den Geschichten ihrer Freunde Prinz Satmare und seiner Frau Ortanza, die die Stadt als „grüne Oase“ bezeichneten. Fasziniert vom natürlichen Charme des Ortes, den weißen Klippen und dem ruhigen Meer, beschloss sie, hier ihre Sommerresidenz zu errichten. 1937 war der Palast fertig. Sie nannte ihn „Das stille Nest“. Glücklicherweise hatte sie eine strenge Auflage: Die Schöpfung durch Menschenhand durfte die natürliche Schönheit und Pracht der Gegend nicht beeinträchtigen.
Was sofort ins Auge fällt, sind die verschiedenen religiösen Motive, die architektonische Komposition und die mythologischen Figuren.
Mit der Gestaltung der wunderschönen Parks wurde der Schweizer Jules Jeanny beauftragt, der bis zur Revolution in Russland der Chefgärtner von Kaiser Nikolaus II. war. Nach seinem Tod 1937 wurde sein Werk von Gutmann, einem weiteren Schweizer jüdischer Herkunft, vollendet. Der heutige Charme des Parks ist zu einem großen Teil ihrem Können und Einsatz zu verdanken. Die einzelnen Teile des Parks und des Palastes tragen unterschiedliche Namen: Gethsemane und die Weinenden Gärten, die Gärten Allahs, der Kreuzförmige Wasserspiegel, der Englische Hof, die Seufzerbrücke, die Alleen des Weins und der Zeitalter, die Hängenden Gärten, die Quellen „Weißer Brunnen“ und „Chatal-Brunnen“, das Nymphäum/Römische Bad, wunderschöne Wasserfälle, Wasserkanäle, Labyrinthe geheimnisvoller und wunderschöner Orte.
Hier gibt es keine imposanten, pompösen Gebäude, keinen Anspruch auf Erhabenheit oder Macht. Im Gegenteil – alles, was von Menschenhand geschaffen wurde, ist in die Landschaft eingeschrieben, als wäre es schon immer hier gewesen – die kleinen Steinvillen mit Dächern aus türkischen Ziegeln, die einst die Königin, ihre Familie und ihr Gefolge beherbergten, sind über den prächtigen Park verstreut. Die riesigen Seggen, die entlang des Flusses wuchsen, wurden beim Anlegen der Alleen bewusst umgangen, sogar die drei Mühlen stehen noch hier.
Villa „Tihoto gezdo“ – die Villa der Königin. Es wurde 1925 nach ersten Skizzen des rumänischen Künstlers Alexandru Satmari erbaut, die der Militärarchitekt Emil Gunes (1890–1945) in Architekturzeichnungen umsetzte. Soldaten unter der Führung von General Zion und unter der Aufsicht von Königin Marias persönlichem Sekretär Gaetan Denis waren am Bau beteiligt.
Römische Loggia (Nymphäum) – Der ursprüngliche Name dieser Steinpergola lautet Suliman Leïc – Wasser des Friedens. Heute ist sie besser als Nymphäum bekannt, da Nymphäume Tempel der antiken griechischen Wassergöttinnen sind. Der dreistrahlige Brunnen an der Nordseite des Nymphäums existiert hier seit Jahrhunderten.
Bemerkenswert sind die Kapelle „Stella Maris“ (erbaut 1929–1930) und das Grab von Königin Maria.
Die Kapelle „Stella Maris“ ist eine Kopie einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die noch heute im Norden Zyperns existiert. Sie heißt St. Jakob und befindet sich im Dorf Trikomo oder Yeni Iskele (der griechische und türkische Name des Dorfes), 20 km von der Stadt Famagusta entfernt. Die Königin besucht Trikomo und ist von der Kirche sehr angetan. Sie schickt einen speziellen Steinmetz, um die Maße zu nehmen und einen solchen Tempel in ihrer Residenz in Baltschik zu errichten.
Der Palast in Baltschik ist eine Art architektonische Interpretation von Marias Wunsch nach Schönheit und Harmonie. Eine romantische Flucht aus der Realität in die Magie der Natur.
Am Abend des 18. Juli 1938 starb Königin Maria nach schwerer Krankheit. Ihr letzter Wunsch – dass ihr Herz im Palast aufbewahrt werde – wurde erfüllt. Später, als Süd-Dobrudscha im Rahmen des Krai-Vertrags am 8. September 1940 an Bulgarien zurückgegeben wurde, wurde der Sarg mit dem Herzen von Königin Maria aus der Mariä-Entschlafens-Kapelle geholt und nach Rumänien zurückgebracht.
Öffnungszeiten:
Der Architektur- und Parkkomplex „Palast“ ist ganzjährig, auch an Wochenenden und Feiertagen, für Besucher geöffnet. Der Architektur- und Parkkomplex „Dvoretsa“ ist über drei Zugänge erreichbar: von der Nordseite (offizieller Eingang), von der Küstenstraße „Baltschik – Albena“ sowie vom Meer aus.
Öffnungszeiten der Kasse und des Museums:
Winteröffnungszeiten: 9:00 bis 17:00 Uhr; Sommeröffnungszeiten: 8:00 bis 20:00 Uhr; Öffnungszeiten der Rezeption des Villendorfs „Dvoretsa“: Winteröffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8:30 bis 17:00 Uhr, Samstag und Sonntag rund um die Uhr. Sommeröffnungszeiten Öffnungszeiten: Rund um die Uhr, ohne Ruhetag. Öffnungszeiten des Kulturzentrums „Palast“: Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:30 Uhr.
Eintrittspreise:
Erwachsene: 15 BGN
Kinder (7 bis 18 Jahre): 3 BGN
Kinder bis 7 Jahre: freier Eintritt
Pauschalpreis für Familien (Eltern mit Kindern): 22 BGN
Ergänzungen: 3 BGN
Rentner, Studenten und Auszubildende (bis 25 Jahre): 3 BGN
Personen mit Behinderungen: freier Eintritt und mobile Ausrüstung
Foto mit der Königin: 2 BGN Gruppenführungen: Bei Erwachsenengruppen hat der Reiseleiter/Reiseleiter freien Eintritt;
Kinder-/Studentengruppen: Ein Betreuer pro 10 Kindern hat freien Eintritt.
Kontakt:
Architektur- und Parkkomplex „Palace“
Tel.: +359 579 76854 und +359 579 725 66
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