Die Altstadt ist nur 850 m lang und 350 m breit. Im Laufe ihrer verschiedenen Existenzperioden verlor sie ein Drittel ihres Territoriums, das im Meer versank. Reste der Festungsmauern sind noch etwa 80 m vom Ufer entfernt unter Wasser zu sehen.
Bis heute ist nur die westliche Festungsmauer mit dem Tor erhalten, das die Stadt von der Landseite her schützte.
Erstmals wurde die Stadt 812 in die Grenzen des bulgarischen Staates aufgenommen, als Khan Krum sie eroberte und Slawen und Bulgaren sich dort ansiedelten. Längerfristig war Nessebar – wie die Slawen es nennen – während der Herrschaft von Zar Simeon dem Großen wieder in bulgarischer Hand.
Aus der Zeit der bulgarischen Renaissance sind in Nessebar viele Häuser erhalten geblieben – typische Vertreter des Schwarzmeerhaustyps, Teil der vielen Windmühlen, Bäder und Brunnen, die in der Stadt betrieben wurden. Nessebar ist seit Ende des letzten Jahrhunderts eine Kleinstadt, deren Lebensgrundlage Fischerei und Landwirtschaft – vor allem Weinbau und Flachsanbau – sind. Seit 1959, nach dem Bau des Ferienkomplexes „Sonnenstrand“, entwickelt sich der internationale Tourismus in der Stadt und ihrer Umgebung aktiv.
Archäologische Forschungen auf der Halbinsel Nessebar und in ihrem Wassergebiet in den letzten vier Jahrzehnten haben reiche Sammlungen bedeutender Kulturdenkmäler freigelegt, die die Geschichte des antiken Mesambrien und des mittelalterlichen Nessebar illustrieren. Ein Großteil davon ist im neuen Archäologischen Museum von Nessebar ausgestellt. Das Museum wurde 1994 eröffnet. Der Ausstellungsbereich umfasst eine Lobby und vier Säle.
Das Archäologische Museum in Nessebar wurde 1956 gegründet und seine erste Ausstellung fand in der Kirche „St. Johannes der Täufer“ statt. In seinem neuen Gebäude, das nach dem Projekt des Archäologen eigens für ein Museum errichtet wurde, befindet sich heute ein Museumsgebäude. Hristo Koev, der 1994 einzog, ist hier untergebracht. Die Ausstellung „Nessebar im Wandel der Zeit“ präsentiert zahlreiche Kulturdenkmäler, die die Geschichte des antiken und mittelalterlichen Nessebars veranschaulichen. Der Ausstellungsbereich des Museums umfasst ein Foyer und vier Säle: 1. Saal – „Mesambria und die Thraker“, 2. Saal – „Die pontische Polis Messambria“, 3. Saal – „Mesembria an den Grenzen Roms, Byzanzes und Bulgariens“ sowie einen Ikonensaal.
Einen würdigen Platz im Foyer nimmt die Urkunde ein, die die Aufnahme des alten Nessebar in die Liste des Weltkulturerbes bescheinigt. Diese erfolgte am 9. Dezember 1983 auf der VII. Sitzung des Welterbekomitees in Florenz, Italien.
Öffnungszeiten:
Sommer:
9:00–13:00 Uhr, 14:00–17:00 Uhr
Samstag, Sonntag, 10.–17. Uhr, mit Mittagspause von 13–14 Uhr;
Winter:
9:00–12:00 Uhr, 13:00–17:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00–17:00 Uhr mit Mittagspause.
Samstag und Sonntag – Feiertage (auf Anfrage für Gruppen öffnen das Museum und andere Museumsstandorte in der Altstadt ihre Türen.)
Eintrittspreise:
Normalkarte: 6 BGN;
Ermäßigt: Kinder/Studenten/Rentner: 3 BGN;
Gruppenkarten: Erwachsene: 5 BGN; Kinder: 2,50 BGN;
Kontakt:
Adresse: Stadt Nessebar, Mesambria-Straße 2a
Telefon:
+359 554 4 60 19
+359 554 4 60 12 +359 554 4 22 60 +359 878 402 913
