Antike Stadt „Kabile“

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Die thrakische Königsstadt Kabyle lag am südöstlichen Hang eines Hügels, der mit einem felsigen Akropolis-Heiligtum endete. Das in den Fels gehauene Heiligtum befindet sich im östlichen Teil von „Zaichi Vrah“, der einzigen Erhebung in der Umgebung, an der Biegung des Flusses Tonzos (abgeleitet vom Fluss Tundscha). Die Siedlung entstand Ende des 2. Jahrtausends v. Chr.

Kabyle lag an einem Knotenpunkt wichtiger Straßen und prägte über Jahrhunderte hinweg ihr Schicksal.

Historische Quellen verbinden Kabyle mit der Kolonisierungstätigkeit des makedonischen Herrschers Philipp II. im Zusammenhang mit seinen Feldzügen in Thrakien 342–341 v. Chr. Die berühmte Inschrift aus Sevopolis beschreibt sie als eine nach hellenischen Stadtplanungsregeln und -traditionen erbaute Stadt. Ende des 4. und Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. war Kabyle die Residenz der thrakischen Könige Spartok und Skostok. Im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. war die Stadt ein bedeutendes Wirtschafts- und Handelszentrum. Sie unterhielt reges Handelsgewerbe mit der gesamten Ägäis, nicht nur als traditionelles Zentrum für den Import importierter Produkte, sondern auch als gleichberechtigter Teilnehmer am Handelsaustausch. Sie war die einzige Stadt in Innerthrakien mit eigener Münzprägung.

Kabyle wurde 72 v. Chr. von den Römern unter Marcus Lucullus erobert und entwickelte sich ab Beginn des 2. Jahrhunderts zum wichtigsten Militärlager der Provinz Thrakien. Mit der Annahme des Christentums als Staatsreligion im Jahr 313 wurde Kabyle zu einem der führenden Bischofszentren. Die folgenden Jahrhunderte, geprägt von Barbareneinfällen und dramatischen Ereignissen, beendeten das organisierte städtische Leben in Kabyle. Ende des 6. Jahrhunderts n. Chr. wurde die Stadt endgültig von den Awaren zerstört.

Im 11. bis 14. Jahrhundert n. Chr. existierte auf der zerstörten antiken Stadt eine kleine mittelalterliche Siedlung. Das Fehlen einer modernen Siedlung auf dem Gelände der antiken Stadt macht sie äußerst fruchtbar für Forschung und Entdeckung. Seit 1927 ist das Gebiet, auf dem sich Kabile befand, zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Seit 1969 ist es ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung und ein nationales archäologisches Reservat, und seit 1979 steht es unter Naturschutz.

Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Oktober: 8:00–18:30 Uhr. 1. November bis 31. März: 9:00–15:30 Uhr.
Eintrittspreise:
Eintritt für Erwachsene: 6,00 BGN.
Eintritt für Schüler, Studenten und Erwachsene über 65: 3,00 BGN.
Gruppenticket für 20 und mehr Erwachsene im Alter von 18–65 Jahren – 5,00 BGN/Besucher
Gruppenticket für 20 und mehr Studenten, Studierende und Erwachsene über 65 Jahre – 2 BGN/Besucher
Familienbesuch: Erwachsene – 4,00 BGN, Kinder von 7 bis 18 Jahren – 2,00 BGN
Vortragspreis: Übersichtsvortrag – 10,00 BGN
Fachvortrag – 25,00 BGN
Audiovortrag – 3,00 BGN pro Gerät

Kontakt:
Regionales Historisches Museum – Jambol
Adresse: Stadt Jambol, Byalo More Str. 2
Tel.: +359 46 66 34 03, 046/66 34 03; 046/66 34 11

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